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Die Kunstwerke 

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Stelen-Tempelwächter

Katrin Zuzáková, Obfelden

 

Katrin Zuzákovás filigrane Stelen entstehen immer unter vollem Körpereinsatz mit der Kettensäge. Die Strukturen die die Kettensäge und die Schleifmaschine hinterlassen, geben den Tempelwächtern etwas Archaisches und erzählen uns Geschichten aus einer anderen Welt.

Die Künstlerin hat eine besondere Beziehung zur Natur. Insbesondere zum Wald, denn sie ist am Waldrand von Stallikon aufgewachsen. Heute lebt und arbeitet Katrin in Obfelden.

 

Werkbeschreibung der Künstlerin:

Tempelwächter haben ihren Platz vor dem Eingang eines Tempels. Man findet sie vor allem in der hinduistischen und buddhistischen Mythologie. Oft sind es Fabelwesen oder Menschen in Form von Tiergestalten.

Aber auch im alten Ägypten findet man Tempelwächter. Die Sphinxe beispielsweise beschützen die Pyramiden vor Eindringlingen und bösen Geistern. 

In Europa gab es im Mittelalter, vor ca.1000 Jahren, Tempelwächter. 

Sie gehörten dem Tempelorden, einem Wächterorden an.

Die Tempelwächter begleiten mich in meiner bildhauerischen Arbeit schon viele Jahre. Meist sind es hohe Stelen mit Fabelwesen oder anderen Symbolen auf der Spitze.

Meine Stelen sind immer so aufgestellt, dass die Wächter miteinander kommunizieren.

 

www.zuzakova.ch

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Ruf des Pan 

Christof Suter, Ebertswil

 

Christoph Suter beschreibt sich selbst als Bildhauer aus Berufung und Leidenschaft. Er bevorzugt Holz und Stein. Beton, Gibs und Keramik gehören ebenfalls zu seinen Werkstoffen.

In seinen Werken steht meistens die menschliche Existenz im Mittelpunkt.

Eine Auseinandersetzung mit sich, den Ahnen, der Geschichte, der Kultur, der Spiritualität und dem Leben selbst.

 

Das Werk «Ruf des Pan» beschreibt der Künstler folgendermassen:

Pan, der Gott des Waldes und der Natur 

Die Gottheit Pan wird auf 6000 – 8000 Jahre geschätzt, weshalb sich um ihn sehr viele Mythen und Geschichten winden. Sein Ursprung liegt in der altgriechischen Mythologie, als der Gott der Natur und der Fruchtbarkeit und der Beschützer der Tiere und des Lebens. Pan symbolisiert die Natur der Dinge an sich und ihren Kreislauf. Auf seinen Namen gehen auch einige Begriffe wie Panik, Pandemie, Panflöte und viele mehr zurück. 

Das Werk ist eine Metapher für das Aufwachen. Erwachen bedeutet Erkennen – sich - die Natur und die Spiritualität.

Christoph Suter wohnt mit seiner Familie in Ebertswil.

Sein Atelier befindet sich in Arth/SZ.

christofsuter.ch  

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Wald-Holz-Ton

Toni Lengen, Stallikon

 

Für Toni Lengen wurde ein Traum wahr, als er eine ehemalige Metallwerkstatt in Stallikon übernehmen konnte. So entstand das Atelier «HolzSach». Endlich konnte er grosse Baumstämme mit der Motorsäge in grosse und kleine Skulpturen verwandeln.

 

Hier im Bonstetter Wald zeigt der Künstler das Werk mit dem

Titel: Wald-Holz-Ton.

Das Holz symbolisiert die Beständigkeit und die Stärke des Waldes, während der Ton die Veränderlichkeit der Natur repräsentiert. Zusammen schaffen sie ein Gleichgewicht zwischen der Stabilität und der Dynamik, die das Leben im Wald charakterisieren.

Wald-Holz-Ton soll ein Erlebnis sein und bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Hölzer mit dem Seil und der Holzkugel sanft zum Tönen zu bringen. 

Das soll bitte sehr sanft passieren, damit die Ruhe im Wald nicht gestört wird.

 

www.holzsach.ch

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Transformation

Noldi Vogler, Hedingen

 

Der seit 1981 als Bildhauer tätige Künstler Noldi Vogler aus Hedingen hat sich mit der Eiche aus dem Wald in Bonstetten auseinandergesetzt, die in einem Wintersturm einfach umgefallen ist. Die noch vorhandene Energie, die in der gesunden Eiche zurückblieb, nahm er auf und gab sie an die neuen Formen weiter. So kann die Eiche noch eine Zeit lang im Bonstetter Wald bleiben.

Der Text zum Werk vom Künstler:

Diese Eiche stand Jahrzehnte hier im Wald.

In einem Wintersturm ist sie umgefallen.

Der Stamm ist noch voller Lebensenergie, 

Kraft und Vitalität. Ich transformiere diese

und gebe ihr eine neue Form.

Alles bewegt sich, alles ist im Fluss.

Der Baum wiegt sich im Wind.

Die Wurzeln wachsen in die Erde,

der Stamm und seine Äste gehen zum Licht.

In seinem Innern fliesst das Wasser.

Wir sind Teil dieser Natur,

auch wir sind stetig in Bewegung,

innerlich und äusserlich.

www.sonoarte.ch

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Spezielle Vögel unter sich

Oskar Hedinger, Bonstetten

Der Künstler hat seine Leidenschaft als Kunstschmied in sein eigenes Kunstatelier mitgenommen, nachdem er die «Kunstschmiede Hedinger» an den Sohn weitergegeben hatte. 

Aus glühendem Eisen entstehen nun neue Kunstwerke im Atelier, von denen wir eines davon im Wald in Bonstetten bewundern können.

 

Der Wald, der geheime Treffpunkt der schrägen Vögel. Hier sind sie unter sich, hier können sie ihre Einzigartigkeit zum Ausdruck bringen und sich in der Natur verlieren.

Jeder hat seine eigene Geschichte, seine Geheimnisse und Träume, die die Vögel miteinander teilen. Der Wald, ein Ort der Freiheit und des Zusammenhalts, wo jeder der Vögel seinen Platz findet, egal wie schräg er auch ist.

So wird der Wald eine Zeit lang zum Herzstück ihrer Welt. 

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«Schwämme» 

Aus der Fruchtkörper Serie

Micha Aregger, Beinwil am See

 

Micha Aregger lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Beinwil am See. Die  Arbeit «Schwämme» aus Serie «Fruchtkörper» sind in diesem Jahr für den Bonstetter Wald entstanden. Die Schwämme scheinen natürlich gewachsen. die Schwämme irritieren und gleichzeitig faszinieren sie uns und 

erzeugen eine Spannung, die im Grenzbereich von Natürlichkeit und Künstlichkeit entsteht. 

 

Der Künstler beschreibt seine Arbeit wie folgt:

Die «Schwämme» sind mehrdeutige biomorphe Objekte. Sie bewegen sich zwischen Kunst und Natur, zwischen Pilzen und Unterwasser-Lebewesen, zwischen Schönheit und Gefahr.

Die Objekte erinnern einerseits an Pilz Fruchtkörper und andererseits an Schwämme aus dem Meer. Sie deuten auf das Phänomen hin, dass in unterschiedlichen Lebensräumen auf dem Planeten ähnliche Formen vorkommen. Es scheint, als kämen einige Pilze und Meer-Schwämme aus der gleichen Werkserie eines Erfinders. Die Bildsprache wiederholt sich und zeigt vielleicht die Handschrift des Schöpfers und seine ästhetischen Vorlieben.

Als Fruchtkörper bezeichnet, weisen die «Schwämme» auch auf eine unsichtbare Formation im Boden hin. Der sichtbare Pilz ist nur ein kleiner Teil vom Ganzen. Der oft riesige netzartige Organismus, welcher sich verborgen im Untergrund ausbreitet ist das eigentliche Wesen.

Die Arbeit «Schwämme» verweist auf eine unsichtbare allumfassende Quelle, die hinter allem steht, uns alle verbindet und sich immer wieder punktuell zeigen kann.

 

www.michaaa.ch

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MIRARE & SILVA

Marlies Achermann-Gisinger, Bonstetten

Die Künstlerin über sich:

Normalerweise ist Glas mein bevorzugter Bildträger. 

Meine Kunst schafft Orte, die man sich nicht vorstellen kann. Sich darauf einzulassen, bringt ein gutes Gefühl und es gefällt mir, in eine Mischung einer realen und nicht realen Welt einzutauchen. Kunst bedeutet, sich aus der eigenen Komfortzone zu bewegen und so habe ich mich mit Mirare & Silva an das Thema Spiegelung gewagt.»

Material: Acrylglasspiegel
Es besteht die Möglichkeit die Figuren aus poliertem Edelstahl herzustellen.

«Mirare»

Lateinisch für reflektieren oder betrachten, bezieht sich auf ihre Fähigkeit die Umgebung zu spiegeln.

«Silva» bedeutet «Wald» im Lateinischen. Der Name Silva der die Verbindung und Symbiose der Figur mit dem Wald symbolisiert. 

Mirare und Silva absorbieren ihre Umgebung und spiegeln auf ihrer Oberfläche die täglichen Veränderungen des Lebens im Wald wider. 

Sie schaffen eine visuelle Vorstellung von Nicht-Raum, eine Leere, als ob sie in einem Moment Teil unserer Welt sind und dann, wenn sie im Wald verschwinden, zu einem nicht greifbaren Umriss werden. 

Die Figuren scheinen sich der Umwelt anzupassen und verschwinden in der natürlichen Landschaft.

 

Mirare und Silva fordern uns auf, noch einmal hinzuschauen und über die symbiotische Beziehung nachzudenken, die wir mit unserer natürlichen und vom Menschen geschaffenen Umwelt haben.

achermann.cc

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Schwester Mina Manser 

1947 – 1979 Gemeindeschwester in Bonstetten

Carla Hohmeister, Dietikon

Die Malerin und Objektkünstlerin Carla Hohmeister führt uns mit dem Bildnis von Sr. Mina in die Vergangenheit. In der Stille des Waldes war sie wochenlang dabei, die einzelnen Stämme zu bemalen. Das Porträt von Sr. Mina spielt mit Nähe und Distanz. Ein Wechsel zwischen dem Analogen und Digitalen. 

 

Sr. Mina, war eine bedeutende Persönlichkeit in unserm Dorf und für viele in Bonstetten bleibt sie unvergessen. 

Heutzutage sind wir mit der Spitex vertraut, früher war Schwester Mina die primäre Ansprechperson, da es zu dieser Zeit noch keinen Arzt im Dorf gab. Unabhängig vom Wetter; fuhr sie meistens mit dem Velo Solex und später dann mit ihrem kleinen Auto zu ihren Klienten. Kein Weg war ihr zu weit und sie stand rund um die Uhr für alle zur Verfügung, die ihre Hilfe benötigten. Sr. Mina war nicht nur Krankenschwester und Mütterberaterin, sondern sie übernahm auch teilweise die Aufklärung junger Mädchen. 

Bei Bedarf griff sie zum Staubsauger und Putzlappen, kochte Suppe für die Patient/innen und nahm sich für jeden ausgiebig Zeit, um zuzuhören.

Sie wurde einmal gefragt, wieso sie ausgerechnet in Bonstetten gelandet sei. Sie antwortete mit einem Lächeln und ihrem unverkennbaren Appenzeller Dialekt 

«Da häpme nüd chönne uusläse, me ischt geschickt woode ond hät äfach gfolget!»  

 

carlahohmeister.ch

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ICH BIN AUCH EIN BAUM

Carmen Cabert, Bonstetten

Material: 19 Brockhaus Bücher, 2 Spiegel, Gestell Inox.

 

Das Verbindende ist immer eine Suche nach dem Dazwischen. Eine Aussage der Künstlerin, die gut zu ihrem Werk «Ich bin auch ein Baum» passt. Carmen Cabert wohnt und arbeitet in Bonstetten.

 

Gedicht von Martin Knitsch als Beschreibung zur Skulptur:

«Ich bin auch ein Baum» 

Millionen von Worten, gedruckt auf Papier,

gebunden, gestapelt, so lauschen sie hier

der Rede des niemals schweigenden Waldes.

 

Ein Wort, ein Klang, ein Blitz, ein Feuer,

voller Bedeutung, ungeheuer -

doch einmal gesprochen, sehr schnell verhallt es.

 

Aber in Schwarz auf Papier da lebt es wohl fort,

auf diesen Seiten, an ruhigem Ort.

Und dieses Papier war früher mal Baum.

 

Wenn es dann später wieder zerfällt,

wie alles Vergängliche in dieser Welt,

hat's dieses gemeinsam mit flüchtigem Traum.

 

Und nun, o Wand'rer, tritt näher heran,

der Blick in den Spiegel enthüllt dir sodann:
du bist EINS mit den Bäumen und Wolken dazu.

 

Seit tausenden Jahren und Tagen und Stunden,

ist alles mit allem innig verbunden -

im ewigen Kreislauf der Zeit gehst auch du!

 

carmencabert.ch                                       

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Requiem

Kathrin Severin, Winterthur

Der Lebensmittelpunkt von Kathrin Severin befindet sich seit 2003 in Winterthur. Sie arbeitet in den Bereichen Zeichnung und Malerei. Die Objekte und ihre Installationen und Skulpturen im Aussenraum sind oft dreidimensionale Zeichnungen, oder sie stellen die Wahrnehmung in Frage. Auf ausgedehnten Reisen entstehen Skizzenbücher, dank ihnen kann sie Zeit und Vergänglichkeit einfangen.

Requiem kann als Reminiszenz an die Vergänglichkeit, aber auch an das Weiterleben von Menschen und Natur betrachtet werden. Requiem beinhaltet sowohl Sorge, Mitgefühl und Schutz als auch eine Mahnung zur Bewahrung von Kreatur und Umwelt. Requiem kann irritieren, laut sein, provozieren oder anregen, flüstern, versöhnen und berühren.

Die Botschaft von Requiem liegt im Betrachter. 

Alles wird gut.

kathrinseverin.ch

www.blog-kathrinseverin.ch

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Ausblick in die Stille

Sonja Riemer, Bonstetten

 «Ausblick in die Stille» ist eine Metapher der Natur, die stark und verletzlich zugleich ist. Die Verwendung von Materialien wie Holz und Stein schafft eine Verbundenheit zur Natur, während der rostige Eisenüberzug und das Drahtkleid den omnipräsenten menschlichen und industriellen Einfluss materialisiert. Das in die Haut geritzte Gedicht macht die Verletzlichkeit fühlbar.

 

Die Figur blickt in den Wald. 

Tuen wir es ihr gleich.

Verharren wir regungslos. 

Blicken wir hinein in den Wald.

Blicken wir in uns selbst.

Gehen wir in uns.
Geniessen wir die Stille. Aber bleiben wir hellhörig.
Denken wir nach. Gedenken wir der Vergangenheit. Sehen wir in die Zukunft. 

Erkennen wir die Ruhe vor dem Sturm? Verharren wir regungslos?
Was kommt danach? 

 

Vielleicht wir selbst. Vielleicht das Gefühl eines Verbundenseins mit einem lebendigen, atmenden Ganzen. Vielleicht die Erkenntnis, dass der Mensch nur ein Wesen unter vielen ist. 

 

Geniessen wir die Stille des Waldes, solange sie noch nicht verstummt ist. 

sonjariemer.com

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FOCUS

ap7 artprojectseven, Stallikon

ap7 sind: Sandra Canonica, Irene Christen-Dürig, Barbara Harvey und Sonja Schmid. Seit 2016 erarbeiten sie Projekte im Rahmen von jurierten Ausstellungen. Alle gestalterischen Anliegen werden im Team entwickelt.

 

FOCUS zieht die Spaziergänger, Biker und Jogger unmittelbar in seinen Bann. ap7 lädt ein, sich auf   seinen Charme einzulassen. Das wachende Auge mit dem fokussierten Blick überrascht durch Grösse und inspiriert zum Innehalten.    
FOCUS flirtet mit der Magie des Verwunschenen und bespielt den Zauber der Waldromantik. 

Material: Acrylglas Kuppel mit Hinterglasmalerei. Montiert auf Holzrahmen mit weisser Kunststoffmembrane, umrahmt mit Kunstfilz-Schlaufen

aus recyceltem PET. 
Masse: Iris Ø 170 cm, gesamt Ø 370 cm, Höhe 45 cm. 

 

www.ap7.ch

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Wollen

Marion Strunk, Zürich

 

Im Wald rote Wollkugeln vorzufinden ist eine Überraschung und eine Freude zugleich. Sozusagen als Umkehr zu der bestickten Fotografie, die ein Teil ihrer Arbeit ist, steckt die Künstlerin im Wald rote Wollkugeln an einen umgefallenen Baum. Der Baum leuchtet wieder und bekommt die Schönheit für eine bestimmte Zeit zurück. 

Die Künstlerin und Kunsthistorikerin Marion Strunk lebt und arbeitet in Zürich.

 

Wollen

Wollen, Wolle - ein Bild für das Lebendige, für einen neuen Anfang. Wolle passt zu wollen. Wolle! Das ist der Imperativ etwas Bestimmtes zu wollen. Oder: nimm den Faden auf! Wenn es ein roter Faden ist, will er gesehen werden, will Aufmerksamkeit und ist Aufruf und Anrufung zugleich. Es besteht also der Wille mit der Wolle etwas Notwendiges zu tun, für den Baum, für die Natur. Natur wollen. Der Baum liegt da, auf den Boden gefallen, er soll den Einflüssen widerstehen können, die auf ihn eindringen und ihm schaden. So kann er noch ein bisschen liegen bleiben und zu sehen geben, wie es weiter gehen kann.

 

marionstrunk.ch

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